Geschichte

Im Jahr 2003 gründet der äthiopische Arzt Arafo Bona in seinem Heimatdorf Bussa mit eigenen Mitteln einen privaten Kindergarten und eine kleine Grundschule, um Kindern aus den umliegenden Dörfern Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Trotz großen persönlichen Einsatzes kann in den ersten Jahren wegen schwankender Budgets oft kein kontinuierlicher Unterricht angeboten werden. Dennoch bleibt die Akzeptanz der Eltern für dieses Bildungsangebot unvermindert hoch.

​Erste persönliche Kontakte aus Deutschland zu Arafo Bona entstehen während eines Besuchs in Bussa im Sommer 2007.

Nach einer zweimonatigen Hospitation vor Ort im Jahr 2009 beginnt die zunächst private Hilfe für das Schulprojekt,  bestehend aus der Beschaffung von Lehr- und Lernmitteln, gelegentlichen Geldspenden und konzeptionellen Überlegungen.

Um eine verlässliche Partnerschaft und Budgethilfe zu ermöglichen, wird diese Unterstützung im August 2012 durch die Gründung unseres gemeinnützigen Vereins Löwenkinder - Förderverein für schulische Bildungseinrichtungen in Äthiopien e.V. in Siegburg (NRW, Deutschland) formalisiert.

Seitdem konnten die Schule in Bussa ausgebaut und eine zweite im Nachbardorf Intaye gegründet werden. Beide Schulen sind seit 2015 bis zur 8. Klasse staatlich lizenziert. Es werden in etwa gleich viele Mädchen und Jungen unterrichtet. Im Gegensatz zur staatlichen Schule erfolgt der Unterricht in kleinen Klassen, Amharisch und Englisch werden von Anfang an gelehrt.

Seit Beginn unserer Zusammenarbeit konnten mit Errichtung neuer Gebäude und Einstellung von zusätzlichem Lehrpersonal erheblich mehr Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden – von anfangs 14 im Jahr 2003 auf zuletzt 220.

Das Bildungsangebot wurde ständig erweitert und die hygienischen Verhältnisse konnten durch den Bau von sanitären Einrichtungen verbessert werden. Es besteht zeitweise Zugang zu Elektrizität und Wasserversorgung, abhängig von der instabilen regionalen Infrastruktur.